Das Einheitsgefühl

Seinen eigenen Stil entwickeln. Sich seiner Person treu bleiben, ohne dabei verkleidet auszusehen. In den letzten paar Jahren habe ich, so glaube ich jedenfalls, so gut wie jeden möglichen Stil ausprobiert. Streetstyle, Girly in Pink, ich hatte sogar eine Art Punk Phase. In allen davon habe ich mich nicht wohlgefühlt; sozusagen war ich nicht ich selbst. Deshalb dauerte auch jeden Phase nur maximal ein halbes Jahr – Selbstfindung ist angesagt. Ich möchte nicht behaupten, wieder an dem Punkt der eigenen Stilfrage angekommen zu sein, aber es regt mich zum Nachdenken an.

Ich scrolle meinen Instagramfeed durch, den ich inzwischen auf Vordermann gebracht habe und lediglich nur noch denen folge, dich mich inspirieren. Aber sobald ich auf die Suchfunktion gehe, um unter anderem neue Labels zu finden, erscheint mir es, als hätte ich alle Bilder das ein oder andere mal schon gesehen. Ach ja tatsächlich! Ein erneutes “Streetstyle” Bild mit einer Skinny Jeans, einem weiten Pullover aus der Herrenabteilung und den Balenciaga Triple S Sneakern. Wow! Wow? Wer zur Hölle kam auf die Idee, das dies auch nur an einer Frau gut aussieht? 

“Ist es wichtiger, jeden Trend mitzuerleben, anstatt seinen eigenen Look zu leben?”

Wo bleibt die Kreativität in der Modebranche? Wo ist der Wagemut der Looks geblieben? Das soll nicht bedeuten, dass ein Allround Mustermix-Look der neue Fashiontrend am Horizont ist und das der absolute Key-Look sein muss. Gilt es nicht mehr in der Mode, dass man seiner Person treu bleibt? Dass man einen Look anzieht, der im Gesamtbild stimmt? Oder ist es nur noch wichtig, dass man die komischsten Outfits trägt, um als Blogger zu gelten? Schlimmer finde ich sogar, das keiner mehr seinen eigenen Stil erfindet, sondern sich der Einheit anschließt und lieber wie das doppelte Lottchen aussehen möchte.

Ich persönlich mochte es noch nie, das zu tun, was jeder andere tut. Dann bin ich ja nicht mehr ich, sondern jemand anders. Und deshalb stecke ich erneut in der Selbstfindungsphase. Nicht für meinen Look, den habe ich zum Glück schon längst gefunden. Nein ich stecke fest zwischen “Soll ich meinem Look treu bleiben” und “Soll ich mich den ganzen Trends anschließen, damit ich genauso bin wie alle anderen?”. Ich kann euch versichern, jetzt habe ich Gewissheit. Wie mir diese gekommen ist? Ziemlich einfach: Zwischen all den Instagramoutfits und Youtube Hauls fand ich erneut zu meiner Lieblingsblogger / Vloggerin zurück. Lydia Elise Millen lud nämlich letzte Woche ihren ersten Herbsthaul hoch und wie gespannt saß ich vor meinem Computer und verfolgte ihre Einkäufe mit. Und da schoss es mir durch den Kopf. Ich bin nicht der Typ für Dad-Sneakers, Oversize-Pullovern oder wild gemixte Looks. Klar liebe ich Pieces, die ein wenig ausgefallener sind. Aber dennoch tendiere ich oft zu klassischen, aber mit ein wenig Pep versehenen Teilen. 

Was ich damit sagen will ist, dass es viel wichtiger ist, sich seinem Stil treu zu bleiben anstatt dem Hype zu folgen. Wenn es nicht zum Typ passt, dann sollte man auch die Finger davon lassen. Schließlich macht es am Ende unsere Individualität aus und nicht der Einheitslook. 

xoxo Larissa

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