Warum ist die Gesellschaft so oberflächlich? Diese Frage schwirrt mir seit Tagen durch den Kopf. Die Alltagsgedanken eben. Worauf kommt es wirklich an im Leben? Designerklamotten? Das ich mir die teuerste Weinflasche im Restaurant kaufen kann, nur um den anderen Insassen zu zeigen, wie reich ich doch bin? Mich mit einer Moetflasche fotografieren, um zu tun, als wäre ich was “besonderes” nach außen hin? Über andere reden, weil sie nicht perfekt sind? Was zählt denn jetzt eigentlich, damit man akzeptiert wird?

Das heutige Benehmen vieler Menschen ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich gebe mich nach außen hin als jemanden, der ich gerne wäre, anstatt das zu genießen, was man wirklich hat. Wer schreibt einem vor, das man lediglich als Blogger / Influencer akzeptiert wird, wenn man die teuersten Designer und Produkte hat? Mal ehrlich, welchen Einfluss hat es auf Jugendliche mit 16 Jahren, wenn ich mit einem 17.000 Euro Kleid von Versace fotografiert werde und es auf Instagram poste. Richtig gar keinen, außer wahrscheinlich Neid, weil kein normaler Mensch so viel Geld für eine Sache ausgeben würde. Natürlich zahle ich gerne ein paar Euros mehr für gute Qualität, aber irgendwann sollte man den Bezug zum Geld auch wieder finden. Während du gerade diesen Beitrag ließt, kauft sich irgendwo ein Mensch eine Tasche für 65.000 Euro; einfach so. Für diese Summe kann mancher 3-4 Jahre leben.

 

 

 

Letztens kam die Frage auf, ob ich den nebenbei arbeite, oder wie ich sonst nach dem Abitur gleich als Vollzeitbloggerin arbeiten könne. Wie in jedem anderen “Start-Up”, denn so nennt man neu gegründete Unternehmen, kann man einfach anfangen, von 0. Ich habe einen Nebenjob, damit ich mir selbst Geld dazu verdienen kann und mir auch Designerteile kaufen kann. Aber welche die im Rahmen sind und mir es nicht die Sprache verschlägt, wenn ich das Schild umdrehe. Ich bin ein sehr sparsamer Mensch, denke über Käufe und Investitionen zweimal nach. Das liegt letztendlich in der Erziehung und an meinem gesunden Verstand.

Modisch zu sein heißt nicht, die neuesten und teuersten Designerteile zu tragen. Ahnung von Mode zu haben bedeutet nicht, das mein Kleiderschrank mit mehreren 100.000 Euros gefüllt sein muss. Die Passion zur Mode bedeutet für mich, einen Look zu kreieren, der rundum perfekt harmoniert und meine Person indentifiziert. Ich selbst habe ein paar Designerfavoriten wie den Slingbacks von Dior, aber diesen Kauf werde und würde ich nur über Second-Hand betreiben. Darüber spart man sich viel Geld und kauft sich sein Lieblingsteil zu dem Preis, der tatsächlich angemessen ist.

 

 

Ist der Neid angebracht, wenn ich eine Person mit Mitte Dreißig an mir vorbeilaufen sehen, die ein ich nenne es jetzt bewusst luxeriöses Leben führt? Definitiv nein! Das schlimmste ist, sich mit Personen zu vergleichen, die älter sind als man selbst. Wer weis schon wie es bei einem selbst in 5 Jahren aussieht. Aber genauso traurig ist es, wenn diese Personen mehr als überheblich und arrogant sind. Dazu kann ich euch eine Geschichte erzählen, die mir kürzlich im Fahrstuhl im Steglitzer Einkaufszentrum passiert ist:

 

 

 

 

 

 

 

Ich stand mit meiner Familie im Aufzug

und wollte runter ins Erdgeschoss fahren, da ich davor im Zara einkaufen war. Gleichzeitig stieg eine Frau ein, Mitte 40, mit ihrer Chanel Boy Bag, die sie provokativ im Fahrstuhl nach vorne hing. Ich stand ihr gegenüber; mir war egal wer sie war oder was sie trug. Ihr anscheinend nicht, denn kaum war sie eingestiegen gingen die musternden Blicke los. Von oben nach unten bis zu meiner Einkaufstüte, in der sich meine glücklichen Stücke befanden. Förmlich grinste sie mich hämisch an und legte ihre Hand auf ihre Tasche, das sie sie streichelt hat noch gefehlt. Also wurde ich gerade ausgelacht, weil ich mir etwas bei Zara gekauft habe? Wisst ihr was wirklich peinlich an der Sache war? Die Dame war ein paar Kunden vor mir an der Kasse und hat ihre Einkaufstasche anschließend ihrem Mann gegeben, der diese in einer großen Designertasche verstaute. Ganz großes Kino!

 

 

 

Bloggerin bedeutet für mich, meinen Beruf leben zu können. Es vereint das Schreiben, das Recherchieren, das Lesen, das Besuchen von Veranstaltungen und Messen und das kreieren neuer stylischer Outfits und zwar so, das es sehr gut mit den Komplettlooks der Runways mithalten kann. Mit Marken und Designern zu kooperieren, die man nicht seit Jahrzehnten kennt und diese trotzdem ausgesprochen tolle Stücke herstellen. Man soll Mode leben, nicht seine Alltagsgedanken.  

Die Passion zur Mode bedeutet für mich, einen Look zu kreieren, der rundum perfekt harmoniert und meine Person indentifiziert.

 

 

Um das nochmal zu betonen, Qualität heißt nicht automatisch teuer. Bleibt euch selbst treu und verstellt euch nicht nach außen. Gebt nicht nach außen vor etwas zu sein, was ihr privat nicht seit. Kauf das was euch gefällt und nicht weil es besonders teuer ist. Macht das was ihr wollt, nicht was die anderen wollen. Seit mit dem glücklich was ihr habt und lerne es nicht erst dann zu schätzen, wenn ihr es nicht mehr habt.

 

xoxo Larissa

 

 

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