Bread & Butter 2017

Die diesjährige Bread & Butter Show war wahrscheinlich mein absolutes Highlight für 2017. Nachdem der vorherige Veranstalter Insolvenz anmelden musste, griff das Unternehmen Zalando die Modemesse auf und startete somit dieses Jahr mit einem neuem Konzept: Die Brands stellen eine exklusive Kollektion in Zusammenarbeit mit Zalando her, die man natürlich auch seit Freitag online shoppen kann. Ich war doch recht überrascht, wie viel Auswahl und Attraktionen es dort auf der Messe gab, die aus zwei Vorstellungs- und Verkaufshallen, einer Halle, in der die Fashionshows stattfanden und einer Food-Area bestand. Das Ganze fand dieses Jahr in der Arena Berlin statt und leider nicht im Flughafen Tempelhof – dort wäre das Ganze viel größer gewesen.

Ich wollte einfach mal das Feeling miterleben, mit vielen verschiedenen Menschen die sich alle für Mode interessieren in “einem Raum” zu sein. Schon ein Erlebnis wert, wenn man aus einem “Dorf” kommt, in dem dich jeder wie ein Dorftrottel ansieht, weil du Slingpumps an hast oder kein 0815 T-Shirt mit Jeans und Chucks Outfit trägst. Nein dort wirst du für deinen Modestil bewundert; sogar aufgefordert, dich mehr zu trauen. Keiner mustert mich von oben bis unten, weil ich kurze Haare habe – nein, ich bekomme Komplimente. Und vergebe selbst genügend. Und das hat mich inspiriert.

 

 

Inspiration: 

Die Messe war für mich eine totale Inspiration, wie wenn du Pinterest oder Instagram live miterlebst. Unterschiedliche Charaktere, wo man es sonst nicht finden würde. Styles, die in Bayreuth undenkbar wären. Frauen mit Makeup, das Kunstwerken gleicht. Kein Scherz, man muss sich erstmal trauen mit Glitzersternen unter dem Auge und knallpinkem Lippenstift im normalen Alltag herumzulaufen. Und das hat mich zum Nachdenken angeregt. Viel zu selten traue ich mich, das anzuziehen, was ich wirklich tragen will. Im Hinterkopf immer: “So kannst du nicht in Bayreuth herumlaufen. Die sehen dich doch nur alle an wie ein Alien.” Soll ich mich verstellen, weil ich in einer Stadt wohne, die sowas nicht kennt? Mit der Überlegung durchforstete ich gestern erstmal sämtliche Onlineshops, kaufte Sachen ein, die mir gefallen. Stellte aus meinem Kleiderschrank neue Herbstoutfits zusammen, ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob sich jemand anderer daran stößt. Und es fühlt sich gut an.

 

Erstaunt: 

Das war ich von den anderen Bloggern, die dort anwesend waren. Ok haha, man hätte meinen Blick einfangen müssen, als mir Magic Fox über den Weg lief. Aber das war nicht der Grund dafür. Der Grund für meine Erstaunis war, das eine Jasmin Kessler von CouturedeCoer oder die Jungs von The Modern Man (Daniel, Sandro und Kosta) wie normale Menschen durch die Hallen laufen und keinen Bodyguard brauchen wie andere “Promis”. Ebenso finde ich es gut, das diese komplett auf dem Boden geblieben sind, weder eingebildet, noch arrogant, noch haben sie ihr Lachen und ihren Spaß verloren. Daumen hoch dafür!

Ebenso fand ich es lustig, zwei Designer (haben ein eigenes Label) aus Bayreuth in Berlin ebenfalls auf der Bread & Butter zu treffen. Wie klein die Welt doch ist, nicht wahr?

Traurig:

Klar gab es auch einen traurigen Moment, aber eigentlich erst am Sonntag. Da erfuhr ich nämlich, das eine meiner Lieblingsbloggerinen Caro Daur ebenfalls die Bread & Butter besuchte. Leider natürlich am Sonntag. Naja, dann muss ich wohl weiter warten, bis ich sie endlich mal persönlich treffen kann.

Fazit: 

Für mich war es ein besonderes Erlebnis dieses Jahr und ein Schubs für eine neue Denkweise in Sache Mode und den Mut, sich mehr zu trauen. Natürlich freu ich mich schon auf die nächste Bread & Butter, dort bin ich auf jeden Fall wieder dabei und dann auch länger in Berlin. Für jeden anderen Modebegeisterten kann ich es empfehlen, allerdings sollte man den Streetstyle mögen bzw. selbst anziehen.

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